Schwarzbubenland und Laufental

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Geplante Windparks im Laufental

Der Plan

Der Kanton Basel-Landschaft plant zwei grosse Wind-Industriezonen (der Begriff "Windpark" ist so schön manipulativ wie der Begriff "Kernenergie") im Raum Laufental-Schwarzbubenland. Eine Industriezone mit 4 Anlagen ist in Liesberg geplant, eine andere mit 10 im Raum Blauen-Burg (Chall). Das Produktionspotential der Anlagen von Liesberg beträgt 18,8 GWh, jenes vom Chall 43,7 GWh. Zusammen ergibt das 62,5 GWh. (Quelle: baselland.ch)

Energieverbrauch im Kanton Baselland

Der Energieverbrauch im Kanton BL sieht heute (2006) folgendermassen aus (Quelle: baselland.ch):

  • Erdölprodukte: 49%
  • Erdgas: 18%
  • Industrieabfälle und Kohle: 6%
  • Erneuerbare Wärme: 3%
  • Erneuerbare Elektrizität: 14%
  • Nichterneuerbare Elektrizität: 9%
  • Fernwärme: 1%
  • Total 8'341 GWh
  • Der Strom Anteil am Energiemix (erneuerbare und nichterneuerbare Elektrizität) beträgt nur 23%! Diese Zahl ist praktisch identisch mit dem gesamtschweizerischen Stromanteil von 24% für 2013 (Quelle: bfe.admin.ch).

Angenommen man würde beide Wind-Industriezonen in Betrieb nehmen und angenommen die Turbinen würden zum vollen Produktionspotenzial laufen, dann würden die 62,5 GWh 0,75% des Gesamtenergieverbrauchs (8'341 GWh) ausmachen.

Energie für Personentransport

Viel Energie verbrauchen wir alle - mit ein paar Ausnahmen! - für unsere Fortbewegung. Laut Wikipedia (Quelle: de.wikipedia.org) kann man in etwa mit folgenden Zahlen rechnen:

  • Bahn: ca. 0,20 kWh pro Personenkilometer
  • PKW: ca. 0,60 kWh pro Personenkilometer (3-5 l pro 100 Personenkilometer)
  • Flugzeug: ca. 1,0 kWh pro Personenkilometer (3-8 l pro 100 Personenkilometer; 0,60 bis 2,0 kWh pro Personenkilometer; Stand: 2012)

Es kann jeder selbst grob ausrechnen, wie viel Energie er braucht fürs Reisen. 10'000 km Autofahren geben 6'000 kWh. 1'000 Leute welche jährlich je 10'000 km fahren verbrauchen somit 6'000'000 kWh = 6 GWh.

Gesamthaft verbrauchte der Transport (Güter und Personentransport) in der Schweiz 2013 313,2 PJ, was 35% vom Total des Endenergieverbrauchs von 896 PJ darstellt (Quelle: bfe.admin.ch).

Nachhaltig und immer mehr von Allem

"Nachhaltige" Energieproduktion ist nur möglich, wenn unsere Region und unser Energiebedarf nicht weiter wachsen. Momentan schreit alles nach mehr ÖV, mehr Autobahn, mehr Einwohnern und mehr Produktion im Laufental und Schwarzbubenland! Da können wir so viele Windmühlen und Solardächer bauen wie wir wollen, es wird nie und nimmer reichen!

Wasserkraftwerk Birsfelden

Das Wasserkraftwerk Birsfelden produziert rund 550 GWh pro Jahr! Und diese Zahlen kann man überprüfen (kw-birsfelden.ch).

Zurück zur Windenergie

"Die erste Windenergieanlage der Schweiz wurde 1986 beim Soolhof (Langenbruck) mit einer Leistung von 28 kW in Betrieb genommen. 2012 gibt es in unserem Land über 30 Anlagen, die insgesamt rund 85 Gigawattstunden (GWh) Windstrom produzieren. Der grösste Windpark befindet sich auf dem Mont Crosin im Berner Jura bei St. Imier: hier stehen 16 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 23,6 MW. Weitere Grossanlagen stehen u.a. im Rhonetal (VS), bei Entlebuch (LU) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR)." (Quelle: bfe.admin.ch)

85 Prozent Fehlzeit – Deutsche Windkraftanlagen sind Faulpelze

Die durchschnittliche Einspeisung für 2014 beträgt über alle 25'000 Anlagen hinweg gerade einmal 14,8 Prozent der Nennleistung (Quelle: vernunftkraft.de).

Schwachwindanlagen

"Die sprachliche Nähe von Schwachwindanlage und Schwachsinnsanlage ist nicht Zufall, sondern Programm!" (Quelle: vernunftkrat.de).

Auswirkungen auf die Gesundheit

  • Optische Immissionen (totale Landschaftszerstörung, da das Auge sich automatisch auf die sich bewegenden Windräder konzentriert. Der Rest der Landschaft wird kaum noch wahrgenommen.)
  • Ultraschall bis Infraschall, letzterer über viele Kilometer
  • Befeuerung / Hinderniskennzeichnung
  • Schattenwurf
  • Tödlich für viele Tiere
  • Brandgefahr und CFK Verschmutzung
  • "In Schweden haben Fachärzte in der Schwedischen Ärztezeitung im August 2013 auf die Gesundheitsrisiken durch Infraschall hingewiesen und festgestellt, daß 30% der Anwohner davon betroffen sind." (Quelle: vernunftkraft.de)

Wieso sollte die Schweiz möglichst viel Energie im Inland produzieren?

  • Wieso importieren wir Metalle (Eisen, Kupfer, Aluminium), obwohl man etliche auch in der Schweiz gewinnen könnte? Ganz einfach deshalb, weil es keine Sinn machen würde, die Alpen umzupflügen wegen ein paar Körnchen Gold!
  • Wieso produzieren wir nicht alles Gemüse im Inland? Wieso bauen wir keine Gewächshäuser mit Kokospalmen? Wieso tragen wir Baumwollkleider und nicht heimische Leinengewänder?
  • Seit es Menschen gibt, treiben diese Handel! Selbst die in der Steinzeit auf der Löwenburg abgebauten "Feuersteine" wurden weit herum gehandelt.
  • Wieso soll jetzt unbedingt möglichst viel Strom in der Schweiz hergestellt werden?

Sinnvolle Investitionen in die Elektrizitätswirtschaft

  • Der Unterhalt unserer Wasserkraft lohnt sich nicht mehr. Lieber subventionieren wir die Windenergie! Wir sollten doch primär das auf dem neuesten Stand halten, was schon da ist. Zudem kann mit der laufenden Modernisierung der bestehenden Wasserkraftanlagen ein x-faches der potentiellen Wind- und Solarenergie gewonnen werden. Billiger und umweltverträglicher.
  • Viel Energie geht beim Stromtransport verloren. Mit der Verkabelung von Hochspannungsleitungen könnte enorme Energiemengen gespart werden.
    • "Durch die Verkabelung der Gommerleitung im 10 Kilometer langen Abschnitt Ernen-Mörel könnten rund 13 Millionen KWh (13 GWh) pro Jahr eingespart werden." (Quelle:naturschutz.ch)
    • Auch durch das Laufental und Schwarzbubenland führen Hochspannungsleitungen. Jeder Meter, der verkabelt werden kann, zahlt sich langfristig aus! Zudem wäre dies eine Wohltat für das Landschaftsbild, für gewisse Vögel, für Anwohner, für die Forstwirtschaft, usw.
  • Fazit: Wenn wir schon unbedingt Geld ausgeben wollen, dann wenigstens für den Unterhalt der Wasserkraftwerke und für die Verkabelung von oberirdischen Leitungen und nicht für den Bau von subventionierten Wind-Industrieanlagen!

Auch das Laufental und Scwarzbubenland gehören zur Welt

"Die bisherigen 100 Mrd. Euro Fördersumme für „grünen“ Strom in Deutschland verzögert nach Berechnungen mit den üblichen Klimamodellen zur Wirkung von CO2 -Einsparungen die Erderwärmung um 2 Grad bis Ende des Jahrhunderts um 37 Stunden." (Quelle: vernunftkraft.de)

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